Nasennebenhöhlenentzündung

Sollte sich die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen entzünden, dann kommt es zu einer Sinusitis bzw. einer Nasennebenhöhlenentzündung. Bei der Geburt sind die Nebenhöhlen noch nicht voll entwickelt, da diese sich erst im Laufe der Kindheit entwickeln. Die Form, die Größe und die Anzahl kann bei einzelnen Personen unterschiedlich sein. In der Regel befinden sich beim Erwachsenen auf der linken und rechten Seite die Stirnhöhlen im Stirnbein, die linke und rechte Kieferhöhle im Oberkieferknochen beidseits der Nase, die Siebenbeinhöhlen im Siebenbein zwischen der Nase und dem inneren Augenwinkel und die rechte und linke Keilbeinhöhle im Keilbein hinter den Siebbeinzellen.

Die akute Nasennebenhöhlenentzündung zählt zu den häufigsten Krankheiten, die jedoch gut behandelbar sind. In der Regel heilt eine solche Erkrankung ohne Komplikationen wieder ab. Häufig wird die Entzündung durch eine Erkältung verursacht, jedoch können auch Infektionen mit Bakterien Ursachen sein. Meistens beginnt die Entzündung in der Nase, von der die Erreger über die kleinen und engen Gänge weiter zur Nebenhöhle übertragen werden.

Zu den typischen Symptomen gehören Kopfschmerzen, die sich über den Stirnbereich zwischen den Augen und über die Nase erstrecken. Aber auch zu einem Druckgefühl kann es beim Bücken und Gehen kommen. Die Nase fühlt sich immer verstopft an und man kann Gerüchte nicht mehr richtig wahrnehmen. Die Körpertemperatur könnte sich erhöhen.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Sollte die Entzündung länger anhalten oder sollte die Erkrankung mehrmals im Jahr auftreten dann spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Die Ursache kann dann in anatomischen Gegebenheiten, wie einer gutartigen Schleimhautwucherung oder einer Nasenscheidewandverkrümmung liegen. Diese können dazu führen, dass die Nasennebenhöhlen nicht mehr richtig belüftet werden, sodass das Sekret nicht mehr in Richtung Nase abfließen kann. Bei der chronischen Entzündung werden sich die Beschwerden weniger deutlich bemerkbar machen, als bei einer akuten Entzündung. Sollte eine medikamentöse Behandlung nicht anschlagen, dann wird eventuell eine Operation notwendig. Bei dieser OP werden die Nasenhöhlen sozusagen saniert. Dieses Erklärt Ihnen dann alles Ihr Arzt.

Ursachen

Der Reinigungsmechanismus der Nasennebenhöhlen ist sehr raffiniert, da die Zellen ständig einen feinen Sekretfilm bilden, in dem sich Schmutz und Krankheitserreger verfangen. Dieser Film wird regelmäßig abgetragen und in Richtung Rachen transportiert. Somit werden die Erreger und der Schmutz ganz einfach herunter geschluckt.

Wenn dann aber eine Entzündung der Schleimhaut besteht, dann gerät dieser Mechanismus in ein Ungleichgewicht. Die Schleimhaut wird zu viel Sekret produzieren, wodurch sie anschwillt. Dies kann dazu führen, dass die Verbindungskanäle, die in die Nase hinein führen, verstopfen und zuschwellen. Dann werden die Nebenhöhlen nicht mehr richtig belüftet und das Sekret kann nicht mehr abfließen. Somit bekommen die Krankheitserreger einen für sie perfekten Nährboden geboten. Manche Menschen leiden unter einer dauerhaften Störung der Belüftung der Nasennebenhöhlen. Hier liegen die Ursachen meistens an einer zu großen Nasenmuschel, einer verkrümmten Nasenscheidewand oder an Tumoren. Andere Menschen hingegen leiden schlichtweg unter einer Allergie, wie Heuschnupfen. Auch dann kann eine Nasennebenhöhlenentzündung entstehen. Eine dentogale Nasennebenhöhlenentzündung entsteht durch Probleme im Bereich des Kiefers. Keime gelangen vom Oberkiefer in die benachbarten Nebenhöhlen.

Wenn die Nase läuft wird zunächst an einen Schnupfen gedacht und nicht an eine Sinusitis. Wenn die Schmerzen größer werden und Symptome wie Fieber, Kopf und Polypen schmerzen schon eine klare Diagnose für eine Sinusitis sind sollte betroffen einen Arzt aufsuchen. Bei einer Sinusitis sollte schnell gehandelt werden damit es nicht zu Chronische Sinusitis wird.

Was auch du gegen tun kann findest du unter Tipps und Hausmittel.