Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen sind an die Nasenhöhle angeschlossen, weswegen sie dem Atmungsapparat zugeordnet werden. Sie sind Schleimhautaussackungen der Nasenhöhle, die mit Luft gefüllt sind. Die Nasennebenhöhlen schieben sich zwischen die beiden Deckplatten der vielen Schädelknochen, die als Tabula interna und externa bezeichnet werden. Da die Nebenhöhlen Durchtrittsstellen zur inneren Nase besitzen, werden diese Knochen mit Luft befüllt.

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Beim Menschen werden folgende Nasennebenhöhlen unterschieden:

  • Sinus maxillaris (Kieferhöhle)
  • Sinus frontalis (Stirnhöhle)
  • Sinus sphenoidalis (Keilbeinhöhle)
  • Cellulae ethmoidales (Siebseinzellen)

Wozu die Nasennebenhöhlen dienen

Die Nasennebenhöhlen verringern das Gewicht des Schädels, weil durch die Hohlraumbildung Knochenmaterial eingespart wird. Aber auch zur Konditionierung der Atemluft sind die Nebenhöhlen wichtig, da sie schließlich an die Nasenhöhle angeschlossen sind.

Aufbau eines Kopfes und der Verlauf der Nasennebenhöhlen

Nasennebenhöhlen

Der Kopf eines Menschen kann über 10 kg wiegen. Durch die Hohlbauweise kann ein noch höheres Gewicht jedoch vermieden werden. Diese Hohlräume sind die Nasennebenhöhlen. Anhand des hier zu sehenden Bildes vom Querschnitt durch die Nebenhöhle kann man sich besser vorstellen, wie die Nebenhöhlen aufgebaut sind. Im Kiefer- und Stirnbereich formen sie besonders relevante ästhetische Gesichts-Proportionen. Sie sind über dünne Kanäle mit der Nase verbunden. Die Nase selbst, die als Nasenhaupthöhle bezeichnet wird, beginnt mit den Nasenlöchern und endet tief hinten im Rachen mit dem Zäpfchen.

Warum werden die Nasennebenhöhlen erkranken können

In die Nebenhöhlen gehört ausschließlich Luft. Alles, was sich anderes darin befindet, macht diese krank und macht beschwerden. Besonders tückisch ist Schleim, da sich dieser öfters mal ansammelt, wenn man unter einer Erkältung leidet. Aber auch Eiter und andere Flüssigkeiten, wie Tumore, Pilze und Polypen können den Nebenhöhlen Schaden zufügen. Dies ist jedoch sehr selten der Fall. Sollte man sich ein wenig Luft unter die Haut spritzen, dann wird an dieser Stelle eine Beule entstehen. Nach einer Zeit wird diese verschwinden, da sie sich einfach im Blut auflöst. Das Blut bindet nämlich Luft und transportiert diese ab. In der Lunge wird die Luft dann wieder zum Teil frei gelassen. In den Nebenhöhlen geschieht quasi das gleiche Szenario. Die Luft, die verbleibt, wird resorbiert und dann abtransportiert. Es wird ein schmerzender Unterdruck entstehen, wenn dieser Transport behindert wird. Dieser wiederum löst typische Kopfschmerzen aus. Aber auch ein Druckgefühl oder Benommenheit könnten Folgen sein. Die Verstopfung der Kanäle könnte durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

Die Nase ist entweder durch einen allergischen Schnupfen oder durch einen grippalen Infekt verstopft. Es könnten aber auch Verbiegungen der Scheidewände vorliegen. Darüber hinaus sind krankhafte Vergrößerungen der Schwellkörper in der Nase, die zur Oberflächenvergrößerung dienen, möglich. Nasenpolypen, die nicht mit den kindlichen Polypen verwechselt werden sollten, können diese ebenfalls auslösen.


Ein Arzt untersucht die Schleimhaut um Festzustellen ob eine Entzündung vorliegt und kann dann die Symptome erkennen und eine Behandlung vorschlagen. Weiter zur Nasennebenhöhlenentzündung – Sinusitis.